Ich bin gut – Ein sehr dehnbarer Begriff zwischen Selbstverachtung und Selbstliebe

Selbstwert und Selbstliebe sind Konzepte, die in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung gewinnen. Doch was bedeutet es eigentlich, zu sagen „Ich bin gut“? Für viele von uns kann dieser Satz eine Herausforderung darstellen. Die Spannbreite reicht von Selbstverachtung bis hin zu bedingungsloser Selbstliebe. In diesem Blogartikel wollen wir erkunden, wie wir von einem negativen Selbstbild zu einem positiven Selbstwert gelangen können. Außerdem geben wir dir Tipps, Techniken und Büchervorschläge an die Hand, um diesen Prozess zu unterstützen.

1. Die Bedeutung des Selbstwerts

Selbstwert ist das Gefühl, das wir für uns selbst empfinden. Es beeinflusst, wie wir uns selbst sehen und wie wir mit Herausforderungen umgehen. Ein gesundes Selbstwertgefühl ist entscheidend für unser emotionales Wohlbefinden und unsere Beziehungen zu anderen. Die Reise zu einem höheren Selbstwert kann jedoch steinig sein, insbesondere wenn negative Glaubenssätze tief verwurzelt sind.

2. Selbstverachtung erkennen

Bevor wir den Schritt zur Selbstliebe wagen können, ist es wichtig, die Quellen unserer Selbstverachtung zu erkennen. Oft sind diese in unserer Erziehung, gesellschaftlichen Erwartungen oder vergangenen Erfahrungen verwurzelt. Einige Anzeichen für Selbstverachtung können sein:

– Negative Selbstgespräche
– Übermäßige Selbstkritik
– Schwierigkeiten, Komplimente anzunehmen
– Vergleich mit anderen

3. Den Weg zur Selbstliebe finden

Der Weg zur Selbstliebe ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Hier sind einige Tipps und Techniken, die dir helfen können, diesen Weg zu gehen:

a. Achtsamkeit üben

Achtsamkeit bedeutet, im Moment zu leben und Gedanken und Gefühle ohne Urteil zu beobachten. Durch Meditation oder einfaches bewussteres Atmen kannst du lernen, deine negativen Gedanken zu erkennen und zu akzeptieren, ohne dich von ihnen leiten zu lassen.

b. Positive Affirmationen

Setze dir jeden Tag positive Affirmationen, um dein Selbstbild zu stärken. Sätze wie „Ich bin genug“ oder „Ich bin wertvoll“ können helfen, deine negativen Glaubenssätze zu verändern. Wiederhole diese Affirmationen laut oder schreibe sie in ein Tagebuch.

c. Selbstfürsorge praktizieren

Selbstfürsorge ist ein wichtiger Bestandteil der Selbstliebe. Plane regelmäßig Zeit für Aktivitäten ein, die dir Freude bereiten, sei es Lesen, Sport, Kreativität oder Zeit mit Freunden. Achte darauf, deinen Körper und Geist gut zu behandeln.

d. Grenzen setzen

Lerne, „Nein“ zu sagen und deine Grenzen zu respektieren. Das Setzen von Grenzen ist ein Zeichen von Selbstwert und schützt dich vor Überforderung und negativen Einflüssen.

4. Büchervorschläge zur Selbstliebe

Hier sind einige inspirierende Bücher, die dir helfen können, deinen Selbstwert zu stärken:

– „Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stefanie Stahl: Dieses Buch bietet wertvolle Einblicke in die eigene inneren Kindarbeit und hilft, alte Muster zu durchbrechen.

– „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“ von Eva-Maria Zurhorst: Ein Klassiker, der aufzeigt, wie wichtig Selbstliebe für alle Aspekte unseres Lebens ist.

– „The Gifts of Imperfection“ von Brené Brown: Brené Brown ermutigt dazu, die eigene Verletzlichkeit zu akzeptieren und sich von der Suche nach Perfektion zu befreien.

– „Radical Acceptance“ von Tara Brach: Dieses Buch kombiniert Achtsamkeit und Selbstmitgefühl und zeigt, wie man sich selbst annehmen kann, wie man ist.

Fazit

Der Weg von Selbstverachtung zu Selbstliebe ist ein individueller Prozess, der Mut und Hingabe erfordert. Indem wir negative Glaubenssätze erkennen und durch positive Praktiken ersetzen, können wir lernen, uns selbst in einem besseren Licht zu sehen. Denke daran, dass du nicht allein bist auf diesem Weg. Es ist in Ordnung, Hilfe zu suchen, sei es durch Bücher, Therapie oder Gespräche mit Freunden. Das Wichtigste ist, dass du den ersten Schritt wagst: zu sagen „Ich bin gut“.

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